Forschung in der Medizin

Die Weichen Richtung Zukunft stellen.

In den letzten Jahren wurden verstärkt Forschungsthemen und -expertisen identifiziert, die in besonderem Maße am Klinikum Brandenburg vorhandenen sind. Die zunehmende wissenschaftliche Fokussierung wird durch unsere Trägerschaft der Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane unterstützt und zeigt sich in den Forschungsabteilungen und Verbundprojekten auf nationaler und europäischer Ebene.

Forschungsprojekte und Studien des Klinikums Brandenburg:

Innere Medizin I
Innere Medizin II
Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
DUO-O Studie / AGO-OVAR 23
„DUO-O Studie / AGO-OVAR 23“
Primärziel: Bestimmung der Wirksamkeit von Durvalumab und Olaparib anhand des progressionsfreien Überlebens in der Erstlinientherapie bei non-tBRCAm Patientinnen mit neu diagnostiziertem fortgeschrittenem Ovarialkarzinom
Beginn der Studie:
Studienzeitraum
IV. Quartal 2018
Voraussichtliche Beendigung durch die letzte Patientin: II. Quartal 2025
Internationaler Leiter der klinischen Prüfung Dr. Philipp Harter , Klinik Essen
Sponsor AstraZeneca GmbH

 

RIBANNA
„RIBANNA“
Primärziel: Untersuchung der Effektivität von Ribociclib in Kombination mit einem Aromatasehemmer, von endokriner Therapie oder von Chemotherapie in der Erstlinentherapie bei Patientinnen mit HE+/HER2- fortgeschrittenen/metastasierten Mammakarzinom
Beginn der Studie:
Studienzeitraum:
Oktober 2017
Ende Patienteneinschluss Januar 2021
Sponsor NOVARTIS Pharma GmbH

 

PADMA
„PADMA“
Primärziel: Vergleich der Dauer bis zum Behandlungsversagen (Time-to-Treatment Failure) bei Patientinnen, die entweder eine vordefinierte Chemotherapie oder Palbociclib und endokrine Therapie erhalten haben
Beginn der Studie:
Studienzeitraum:
I. Quartal 2018
Voraussichtliche Beendigung 2020
Sponsor GBG Forschungs GmbH

 

SENOMAC
„SENOMAC“
Primärziel: Vergleich der alleinigen Sentinel-Lymphknoten-Biopsie versus der Axillakomplettierung bei Tumorbefall des Sentinel-Lymphknotens bei Patientinnen mit invasivem Mammakarzinom
Beginn der Studie:
Studienzeitraum:
Februar 2015
Voraussichtliches Ende 2021
Internationaler Leiter der klinischen Prüfung Karolinska Institut
Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie Brust

 

Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Das Hochschulklinikum in Brandenburg mit seiner Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie ist hochspezialisiert. Neben der Patientenversorgung auf hohem Niveau beteiligen wir uns an verschiedenen regionalen und überregionalen Forschungsprojekten. Dabei ist es unser Ziel, die Versorgung unserer Patienten durch die entsprechenden Forschungsprojekte in den nächsten Jahren laufend zu verbessern. Unsere Patienten sollen an allen aktuellen Entwicklungen der Medizin teilhaben können und somit nach dem neuesten Stand therapiert werden.

Qualitätssicherung anhand von DRG-Routine-Daten

In diesem Projekt wird untersucht, ob standardmäßig zur Abrechnung erhobene Datensätze dazu geeignet sind, eine automatisierte Qualitätssicherung durchzuführen. Dieses Projekt bearbeiten wir zusammen mit dem CLINOTEL-Krankenhausverbund, die die Datenanalysen durchführen und uns beratend zur Seite stehen. Ziel dieses Projektes ist eine umfassende zeitnahe Qualitätskontrolle unserer Patienten mit anschließenden Morbiditäts- und Komplikationskonferenzen.

Molekulare Signaturen im kolorektalen Karzinom

Bei unseren Patienten mit Dickdarmkrebs werden Gewebeproben entnommen und histologisch und genetisch untersucht. Wir versuchen in Zusammenarbeit mit der Firma Signature in Potsdam, genetische Merkmale für die weitere Entwicklung der Krebserkrankung zu definieren. In Zukunft soll anhand der genetischen Untersuchungen - z.B. vorhergesagt werden, ob ein Tumor auf eine Chemotherapie anspricht und wie hoch das Risiko des Auftretens von Metastasen ist. Erste hinweisende Ergebnisse im Bereich des Brustkrebs lassen auch beim Kolonkarzinom bahnbrechende Erkenntnisse vermuten. Durch die Zusammenarbeit mit anderen großen Kliniken im Land Brandenburg ist es uns möglich im Rahmen dieser Studie sehr schnellgroße Patientenzahlen zu generieren und so relativ schnell eine gute Aussagefähigkeit der Studie zu gewährleisten.

Qualitätssicherung im Rahmen der Magenkarzinome ( Primärtumor )

Diese Studie führen wir mit dem An-Institut für Qualitätssicherung der Otto-von-Gericke-Universität Magdeburg durch. Zahlreiche bundesdeutsche Krankenhäuser beteiligen sich an dieser Studie. Die Operationsdaten und Ergebnisse werden hier zentral erfasst und die Kliniken werden untereinander verglichen. Diese Studie ermöglicht nicht nur eine Bestimmung des eigenen Qualitätsstandards, sondern sie gibt erstmalig in großen Zahlen die Situation beim Magenkazinom in Deutschland wieder. Auch anhand dieser Ergebnisse lässt sich in Zukunft die Behandlung der Patienten optimieren.

Qualitätssicherungsstudie zu sogenannten Single-Incision-Operationen am Abdomen

Hier werden laparoskopische Operationen nicht mehr über 3 oder 4 Hautinzisionen am Bauch durchgeführt, sondern nur über 1 Inzision. Im Rahmen der Studie werden die Sicherheit und die Erfolgsrate dieser neuen Operationsmethode analysiert. Die Studienleitung für dieses Projekt, an dem sich über 100 Kliniken in Deutschland beteiligen, liegt dabei bei Prof. Dr. Mantke am Hochschulklinikum in Brandenburg.

Klinik für Urologie

Zweitmeinungszentrum Peniskarzinom

Als Kooperationsprojekt der Fachhochschule Brandenburg – Studiengang „Medizininformatik“ und der Universität Rostock wird ein nationales Zweitmeinungszentrum für das Peniskarzinom erstellt.

NIS EMDA NMIBC High Grade - Studie

NIS: Nicht-Intervention Elle Studie
EMDA: Elektromotive-Drug Administration
NMIBC: non-muscle invasive bladder cancer

In dieser Studie wird die Wirksamkeit der adjuvanten sequentiellen Therapie mittels Bacillus Calmette-Guerin (BCG) und elektromotiv gestützter Mitomycin-C-Applikation (EMDA-MMC) im Vergleich zur alleinigen BCG-Instillation beim nicht-muskelinvasiven schlecht differenzierten Harnblasenkarzinom (NMIBC High Grade) unter Routinebedingungen in Deutschland beurteilt.

Bislang wurde nur eine begrenzte Anzahl Studien zur Wirksamkeit der EMDA-gestützten MMC-Instillation beim NMIBC durchgeführt, die zudem mehrere unterschiedliche Modelle zum Einsatz der Methode verwendeten. Sie weisen jedoch alle darauf hin, dass die Verwendung von EMDA-MMC die Rezidivrate beim NMIBC senkt.
In der aktuellen Leitlinie der EAU (Europäische Gesellschaft für Urologie) wird die Verwendung von EMDA-MMC momentan nur als experimentelle Option berücksichtigt.
Die deutsche S3-Leitlinie vergibt eine evidenzbasierte "Kann"-Empfehlung für die sequentielle Behandlung mittels BCG und EMDA-MMC bei Patienten mit T1-Urothelkarzinom, die für eine adjuvante intravesikale BCG-Behandlung vorgesehen sind. Aufgrund der begrenzten Datenlage soll diese Studie helfen, Wissenslücken zu schließen und Daten aus der Behandlungspraxis von Patienten mit NMIBC/High Grade in Deutschland zu gewinnen. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, die Wirksamkeit der Behandlung unter Routinebedinungen besser abschätzen zu können.

Die urologische Klinik Brandenburg ist als teilnehmende Klinik an der Rekrutierung der Patienten unter strengen Ein- und Ausschlusskriterien beteiligt und führt die EMDA-gestützte MMC-Instillation stationär durch.

Sponsor: UROMED Kurt Drews KG in Oststeinbek in Kooperation mit medac GmbH in Wedel