Zertifizierte Kompetenzzentren

Chest Pain Unit

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Die meisten Menschen in Deutschland sterben nach wie vor an Herz-Kreis­lauf-Erkrankungen. Laut Statistischem Bundesamt waren 2015 mehr als 356.000 oder 39 Prozent aller Ster­be­fälle darauf zurückzuführen. Allein knapp 51.000 Menschen starben an einem Herzinfarkt, Männer deutlich häufiger traf als Frauen.

Leider ist das Bundesland Brandenburg in der Sterblichkeit durch Herzinfarkt im Bundesvergleich Schlusslicht. Als Klinikum Brandenburg möchten wir das ändern. Mit unserer vor Jahren eingerichteten Chest Pain Unit (CPU) – wörtlich übersetzt: „Brustschmerzeinheit“ – werden Patienten mit neu aufgetretenen, unklaren Brustschmerzen stationär aufgenommen, diagnostiziert und optimal versorgt.

Hierzu stehen bei uns insgesamt 8 Überwachungseinheiten zur Verfügung. Es erfolgt ein kontinuierliches Monitoring der Herzfrequenz, des Herzrhythmus und des Blutdruckes. Weiterhin werden jeweils bei Aufnahme, nach 3 und nach 6 Stunden Blutentnahmen zur Bestimmung kardialer Enzyme sowie bei Aufnahme ein Basislabor durchgeführt. Zusätzlich werden zu diesen Zeitpunkten Elektrokardiogramme abgeleitet. Wenn bei den Patienten ein akutes Koronarsyndrom ausgeschlossen werden konnte, erfolgt eine Belastungs-EKG-Untersuchung. Falls ein Herzinfarkt vorliegen sollte, kann dies sofort im Herzkatheterlabor behandelt werden. Diese Behandlung ist auch nachts durch eine 24-Stunden-Rufbereitschaft für den Herzkatheterdienst gewährleistet.

Unsere Chest Pain Unit ist nach den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) zertifiziert und hat das Prüfsiegel erhalten.

Kontakt
Klinik für Kardiologie und Pulmologie
Univ.-Prof. Dr. med. Oliver Ritter

Klinikdirektor
Tel.: (03381) 41 15 00
Fax.: (03381) 41 15 09
E-Mail: innere.med1@klinikum-brandenburg.de

Städtisches Klinikum Brandenburg GmbH
Hochschulklinikum der MHB
Hochstraße 29
14770 Brandenburg an der Havel