Solarstrom vom Dach

Sonnenklar

Die Stromversorgung im Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel wird nachhaltiger. Mit einer großen Photovoltaikanlage auf den Dächern von Haus 3 und Haus 11 wird ein Teil der elektrischen Energie selbst erzeugt. Bis Ende November 2021 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, sagt Georg Riethmüller, Technik-Chef des Klinikums. Beim Bau der Häuser wurde die Solaranlage schon eingeplant. „Die Lasten wurden extra dafür ausgelegt“, erklärt Riethmüller.

Insgesamt 845 Module von je 1,9 Quadratmetern Größe mit einer Gesamtleistung von 320 kWp werden auf den Flachdächern installiert. Pro Jahr werden sie voraussichtlich 320.000 kWh Strom liefern. Das entspricht dem Jahresverbrauch von 80 bis 100 Vier-Personen-Haushalten oder etwa fünf Prozent der vom Klinikum verbrauchten elektrischen Energie. Es werden damit etwa 157 Tonnen des Klimagases Kohlendioxid pro Jahr eingespart. Die Kosten werden insgesamt bei 950.000 Euro liegen, wovon 80 Prozent über einen Investitionskostenzuschuss aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung abgedeckt werden. Der Eigenanteil des Klinikums wird sich nach etwa vier Jahren amortisiert haben, so Riethmüller.

Der Bau der Photovoltaikanlage sei eine „sehr weitreichende Entscheidung der Geschäftsführung, um die CO2-Emissionen des Klinikums zu senken“, freut sich der Technik-Chef. Bei der schnellen Verwirklichung habe auch die zügige Entscheidung über die Fördermittel durch die Investitionsbank des Landes Brandenburg geholfen. Die Investition ist Teil des Energiekonzepts. Eine erste Maßnahme war die Inbetriebnahme des Blockheizkraftwerks (BHKW) im August 2020.

Die in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Brandenburg errichtete Anlage erzeugt Wärmeenergie und Strom mit einem sehr hohen Wirkungsgrad für das gesamte Klinikgelände. Als weitere Maßnahmen sieht das Energiekonzept eine Verbesserung der Wärmedämmung an Haus 6, dem Laborgebäude, sowie später an Haus 10, dem alten Kinderbettenhaus, vor. „Es geht kontinuierlich weiter“, sagt Georg Riethmüller.

Zu den Bereichen, in denen die Leuchtmittel bereits komplett ausgewechselt wurden, gehört vor allem das Bettenhaus Haus 2. Im Haus 3 steht der Austausch der Leuchtmittel unmittelbar bevor. Wenn ein Defekt von Leuchtmitteln festgestellt wird, wird an dieser Stelle der Wechsel zu den neuen LED-Leuchten vorgezogen. Der Austausch wird erleichtert, weil die neuen LED-Leuchtmittel zu den bisherigen Leuchtstoffröhren kompatibel sind.

Vielen Dank an unsere Partner

EFRE - Förderpartner
Unsere Förderer