Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Leistungsspektrum.

Unser Bauch hat es in sich: Magen, Bauchspeicheldrüse und Darm leisten täglich Mammutaufgaben, um aus der Nahrung alle lebenswichtigen Bestandteile herauszufiltern. Gerät der Bauch aus der Balance, sind wir für Sie zur Stelle. Wir bieten Ihnen an der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie ("viszeral" von lat. viscera = „Eingeweide“) ein breites Spektrum an chirurgischen Eingriffen der inneren Bauchorgane – minimal – wie maximalinvasiv. Mit Ausnahme von Organtransplantationen kommen an unserer Klinik alle bewährten Operationsverfahren der Allgemein- und Viszeralchirurgie zum Einsatz.

Mit vereinten Kräften gegen Tumore

Darüber hinaus kooperiert unsere Einrichtung eng mit anderen Abteilungen des Klinikums Brandenburg im Onkologischen Zentrum, welches seit 2018 nach den strengen Richtlinien der Deutschen Krebsgesellschaft (OnkoZert) zertifiziert ist. Die Zusammenarbeit, insbesondere mit Onkologen, Strahlentherapeuten, Pathologen, Radiologen und Psychoonkologen bietet den Vorteil kurzer Wege, rascher Entscheidungsprozesse und individueller Behandlungspläne, um das beste Therapiekonzept für Tumorpatienten erarbeiten zu können.

Zertifiziertes Darmkrebszentrum
Zertifiziertes Leber- und Pankreaszentrum
Mehr Informationen

In der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie werden im Wesentlichen Patienten aus folgenden Krankheitsgruppen behandelt:

  • Allgemeinchirurgie
  • Endokrine Chirurgie
  • Colorektale Chirurgie
  • Onkologische Chirurigie.

Alle vier Hauptkrankheitsgruppen stehen in unserer Klinik gleichwertig nebeneinander. Jedes Spezialgebiet wird dabei von einem speziell dafür ausgebildeten und trainierten Oberarzt vertreten, so dass jeder Patient auf höchstem fachspezifischen Niveau betreut wird. Die Minimal-invasive Chirurgie kommt dabei in allen vier Bereichen zum Tragen, da es in allen vier Therapiebereichen eine ganze Reihe von Operationen gibt, die auf minimal-invasivem Wege durchgeführt werden können.

Jeder Spezialist beherrscht dabei die in seinem Fachgebiet durchgeführten endoskopischen Operationstechniken. Eine besondere Bedeutung kommt der onkologischen Chirurgie zu. Viele Tumorerkrankungen sind nach derzeit aktuellen wissenschaftlichen Konzepten multimodal zu behandeln. Dies bezieht ein Zusammenwirken verschiedener Therapiestrategien, wie Chemotherapie, Bestrahlung und den chirurgischen Eingriff mit ein.

Immer häufiger werden die Bestrahlung und die Chemotherapie zur präoperativen Tumorverkleinerung eingesetzt, um so eine höhere Resektionsrate und ein besseres postoperatives Patientenüberleben zu erreichen. Diese Patienten werden im Klinikum Brandenburg im Rahmen eines Onkologischen Zentrums betreut. Dies heißt, dass interdisziplinär von den Spezialisten aus den verschiedensten Fachrichtungen das beste Behandlungskonzept für den Tumorpatienten erarbeitet wird.

Über das Onkologische Zentrum ist es möglich, Patienten in Studien zu integrieren, die eventuell einen höheren Therapieerfolg versprechen als die bisherige Standardtherapie.


Indikationsliste der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie Onkologische Chirurgie

  • Oesophaguskarzinom
  • Magenkarzinom
  • Pankreaskarzinom
  • Lebermetastasenchirurgie
  • primäre Lebertumore
  • Weichteilsarkome
  • Mammakarzinom
  • Nebennierenkarzinom
  • Thermoablationen
  • multiviszerale Resektionen
  • multimodale Therapiekonzepte
  • neoadjuvante Therapiekonzepte
  • Allgemeinchirurgie Leistenhernie
  • Cholezystektomie Narbenhernie
  • AppendektomieWeichteiltumore
  • duodenumerhaltende Pankresaskopfresektionen
  • Pankreasresektionen bei chronischer Pankreatitis hepatobiliäre Chirurgie

Colorektale Chirurgie

  • Colonkarzinom
  • Rektumkarzinom
  • anorectale Erkrankungen
  • Colektomien
  • Pouch-Chirurgie
  • entzündliche Darmerkrankungen
  • Anus praeter Korrektur Operationen

Hier finden Sie nähere Informationen zur Coloproktologie.

Minimal-invasive Chirurgie

  • laparoskopische Cholezystektomie
  • laparoskopische Fundoplicatio
  • laparoskopische Adrenalektomie
  • Staging-Laparoskopie l
  • laparoskopische Appendektomie
  • laparoskopische Hernioplastik (TAPP und TEP)
  • laparoskopische Dickdarmresektion bei entzündlichen Erkrankungen und Carcinomen
  • minimalinvasive Schilddrüsenchirurgie (videoassistiert)
  • minimalinvasive Chirurgie beim lokalisierten PHPT (videoassistiert)

Hier finden Sie nähere Informationen zur Minimal-invasive Chirurgie.

Endokrine Chirurgie

  • Struma
  • primärer Hyperparathyreoidismus
  • sekundärer Hyperparathyreoidismus
  • Nebennierenchirurgie
  • endokrine Pankreastumore
Forschungsprojekte

Das Hochschulklinikum in Brandenburg mit seiner Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie ist hochspezialisiert. Neben der Patientenversorgung auf hohem Niveau beteiligen wir uns an verschiedenen regionalen und überregionalen Forschungsprojekten. Dabei ist es unser Ziel, die Versorgung unserer Patienten durch die entsprechenden Forschungsprojekte in den nächsten Jahren laufend zu verbessern. Unsere Patienten sollen an allen aktuellen Entwicklungen der Medizin teilhaben können und somit nach dem neuesten Stand therapiert werden.

  1. Qualitätssicherung anhand von DRG-Routine-Daten In diesem Projekt wird untersucht, ob standardmäßig zur Abrechnung erhobene Datensätze dazu geeignet sind, eine automatisierte Qualitätssicherung durchzuführen. Dieses Projekt bearbeiten wir zusammen mit dem Clinotel-Krankenhausverbund, die die Datenanalysen durchführen und uns beratend zur Seite stehen. Ziel dieses Projektes ist eine umfassende zeitnahe Qualitätskontrolle unserer Patienten mit anschließenden Morbiditäts- und Komplikationskonferenzen.
  2. Molekulare Signaturen im kolorektalen Karzinom Bei unseren Patienten mit Dickdarmkrebs werden Gewebeproben entnommen und histologisch und genetisch untersucht. Wir versuchen in Zusammenarbeit mit der Firma Signature in Potsdam, genetische Merkmale für die weitere Entwicklung der Krebserkrankung zu definieren. In Zukunft soll anhand der genetischen Untersuchungen - z.B. vorhergesagt werden, ob ein Tumor auf eine Chemotherapie anspricht und wie hoch das Risiko des Auftretens von Metastasen ist. Erste hinweisende Ergebnisse im Bereich des Brustkrebs lassen auch beim Kolonkarzinom bahnbrechende Erkenntnisse vermuten. Durch die Zusammenarbeit mit anderen großen Kliniken im Land Brandenburg ist es uns möglich im Rahmen dieser Studie sehr schnellgroße Patientenzahlen zu generieren und so relativ schnell eine gute Aussagefähigkeit der Studie zu gewährleisten.
  3. Qualitätssicherung im Rahmen der Magenkarzinome ( Primärtumor ) Diese Studie führen wir mit dem An-Institut für Qualitätssicherung der Otto-von-Gericke-Universität Magdeburg durch. Zahlreiche bundesdeutsche Krankenhäuser beteiligen sich an dieser Studie. Die Operationsdaten und Ergebnisse werden hier zentral erfasst und die Kliniken werden untereinander verglichen. Diese Studie ermöglicht nicht nur eine Bestimmung des eigenen Qualitätsstandards, sondern sie gibt erstmalig in großen Zahlen die Situation beim Magenkazinom in Deutschland wieder. Auch anhand dieser Ergebnisse lässt sich in Zukunft die Behandlung der Patienten optimieren.
  4. Qualitätssicherungsstudie zu sogenannten Single-Incision-Operationen am Abdomen. Hier werden laparoskopische Operationen nicht mehr über 3 oder 4 Hautinzisionen am Bauch durchgeführt, sondern nur über 1 Inzision. Im Rahmen der Studie werden die Sicherheit und die Erfolgsrate dieser neuen Operationsmethode analysiert. Die Studienleitung für dieses Projekt, an dem sich über 100 Kliniken in Deutschland beteiligen, liegt dabei bei Prof. Dr. Mantke am Hochschulklinikum in Brandenburg.