Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie

Leistungsspektrum.

Hunderte von Knochen, Sehnen und Muskeln bescheren orthopädischen Chirurgen eine Menge Arbeit. Unter dem Dach der Unfallchirurgie und Orthopädie bieten wir deshalb ein breites Spektrum an modernen Therapien bei Verletzungen an Gelenken, Knochen oder Weichteilen sowie bei degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparats und der Wirbelsäule. Die Nachbehandlung wird im Rahmen des stationären Aufenthaltes über ein Team aus Ärzten, Physiotherapeuten und Pflegepersonal auf höchstem Niveau gewährleistet. Aufgrund der engmaschigen Kooperation des Zentrums mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin unseres Hauses können wir überdies eine qualifizierte orthopädische sowie unfallchirurgische Versorgung aller Erkrankungen und Verletzungen im Kindesalter rund um die Uhr sicherstellen.

Unsere Leistungen im Überblick

  • Spezielle orthopädische und unfallchirurgische Diagnostik
  • Konservative und operative Therapie von angeborenen und erworbenen Formveränderungen und Funktionsstörungen, Erkrankungen und Verletzungen der Stütz- und Bewegungsorgane bei Kindern und Erwachsenen
  • ambulante und stationäre Behandlung von Arbeitsunfällen: Behandlung von Polytraumata (schwerst- und mehrfachverletzter Patienten) mit der konservativen und operativen Versorgung aller Verletzungen, Knochenbrüchen und Verbrennungen

Ein Schwerpunkt der operativen orthopädischen Therapie ist die endoprothetische Versorgung von Hüft- und Kniegelenken.

Endoprothetikzentrum West-Brandenburg

Das EndoProthetikZentrum West-Brandenburg ist Bestandteil des Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie des Städtischen Klinikums Brandenburg GmbH. Die Patienten des EndoProthetikZentrums West-Brandenburg werden durch erfahrene und speziell ausgebildete Ärzte in allen Bereichen der konservativen und operativen Arthrosetherapie beraten und behandelt. Hierzu stehen neben dem Chefarzt Prof. Dr. med. Roland Becker (Leiter des EndoProthetikZentrums) die Oberärzte der Klinik Dr. med. Knut Andresen und Herr Andreas Denecke (Koordinator des EndoProthetikZentrums) zur Verfügung. Ergänzend kooperieren wir mit den beiden niedergelassenen Kollegen Dr. Christoph Kloth und Herrn Wolf Albrecht.

Vordringliches Ziel der Behandlung einer Arthrose ist die Bewahrung des eigenen Gelenkes. Wenn möglich bzw. sinnvoll, soll das körpereigene Gelenk bei guter Funktion erhalten werden. Hierzu werden an unserer Klinik sämtliche gelenkerhaltenden Eingriffe, wie z.B. Umstellungsoperationen und arthroskopische Gelenkoperationen inklusive neuester knorpelrekonstruktiver Verfahren vorgenommen.

Wenn bei fortschreitender Arthrose die Beschwerdesymptomatik und Schmerzen des Patienten zunehmen und die konservative Therapie nicht möglich oder ausgeschöpft ist, besteht die Möglichkeit des Gelenkersatzes. Zur Vorbereitung dieses Eingriffes erfolgen im Rahmen einer Voruntersuchung eine gründliche körperliche Untersuchung, Laboruntersuchungen und spezielle apparative Untersuchungen wie z. B. Röntgen oder EKG. In einem ausführlichen Gespräch wird der Patient über die operativen Möglichkeiten informiert und über die Risiken des Eingriffes und das Verhalten mit einem künstlichen Gelenk aufgeklärt. Anhand der angefertigten Röntgen- Aufnahmen erfolgen die Wahl des Prothesentyps sowie die digitale, präoperative Planung des Eingriffs.

Am Hüftgelenk kommen hierzu sowohl zementfreie als auch teilzementierte und vollzementierte Hüftprothesen zum Einsatz. Auch die Implantation knochensparender Prothesentypen wie Kurzschaftprothesen wird regelmäßig durchgeführt. Im Bereich der Knieendoprothetik werden neben der Totalendoprothese auch Teilendoprothesen (z. B. unikondyläre Schlittenprothesen) implantiert. Da besonders am Kniegelenk die knochensparende Rekonstruktion des Gelenkes mit passgenauen Implantaten wesentlich für den Operationserfolg ist, führen wir auch regelmäßig Implantationen von individuell hergestellten Endoprothesen durch. Vor der Implantation eines Kunstgelenkes erfolgt stets eine digitale Planung mit einer speziellen Software, um den Prothesentyp sowie die exakte Prothesenposition zur Wiederherstellung der Beingeometrie zu analysieren. Die digitale Simulation der Prothesenimplantation trägt dazu bei, das Risiko von Komplikationen, insbesondere von Implantatfehllagen und Fehlstellungen zu minimieren.

Eine zunehmende Bedeutung kommt in unserem EndoProthetikZentrum der Wechselendoprothetik an Hüft- und Kniegelenk zu. Wechseloperationen werden zum Beispiel erforderlich, wenn sich Prothesen im Laufe der Jahre lockern oder es durch einen Unfall zu einem Prothesen-nahen Knochenbruch kommt. Je nach Situation werden konventionelle Prothesen oder auch Spezialimplantate (Revisions- und Sonderprothesen) verwendet. Zur Sicherung des Behandlungserfolges nach Implantation eines Kunstgelenkes ist eine enge Kooperation mit Physiotherapeuten, Sozialarbeitern und Orthopädietechnikern erforderlich. Gelegentlich müssen auch andere Fachdisziplinen wie z. B. Gefäß- oder Neurochirurgen, Internisten, Mikrobiologen, Nuklear- oder Strahlenmediziner hinzugezogen werden. Aus diesem Grunde bestehen enge Kooperationen mit den hausinternen Abteilungen für Radiologie, Innere Medizin, Gefäßchirurgie, Neurochirurgie, Physiotherapie und mit dem Sozialdienst. Externe Kooperationspartner sind Nuklearmedizin, Strahlentherapie, Pathologie und ein EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung.

Ein wichtiger Faktor nach Implantation eines künstlichen Gelenkersatzes ist die postoperative Rehabilitation. Diese beginnt schon während des Krankenhausaufenthaltes durch ausgebildete Physiotherapeuten. Die Nachbehandlung erfolgt nach einem standardisierten Behandlungs- und Übungsprogramm. Vor oder zu Beginn des stationären Aufenthaltes nimmt der Sozialdienst Kontakt mit den Patienten auf um gemeinsam die Anschlussheilbehandlung und Rehabilitation zu planen. Alle Operateure verfügen über exzellente Erfahrungen im Bereich der Endoprothetik, so dass sie bei uns stets in guten Händen sind. Wir verwenden ausschließlich Implantate, bei denen gesicherte, sehr gute Langzeitergebnisse wissenschaftlich nachweisbar sind. Bei Metallallergien werden in unserer Klinik spezielle titanbeschichtete Prothesen eingesetzt.

Zusammenfassend ist unser zentrales Anliegen, unsere Patienten individuell nach ihren Bedürfnissen sowie der Art der Erkrankung bestmöglich zu behandeln und dabei aus der gesamten Palette konservativer, operativ gelenkerhaltender und gelenkersetzender Therapiemöglichkeiten zu schöpfen. Unser Ziel ist eine Verbesserung der Gelenkfunktion, ein schmerzfreies Leben und damit eine Erhöhung der Lebensqualität unserer Patienten.