Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie

Informationen für Ärzte.

Sehr geehrte Kollegen,

gerne stehen wir Ihnen für Ihre Anfragen zur Verfügung. Für Notfälle zu jeder Zeit erreichen Sie uns über die Intensivtherapiestation (ITS):

Diensthabender Arzt der ITS: (03381) 41 13 10

Die Intensivtherapiestation (ITS) wird rund um die Uhr von Mitarbeitern der Klinik betreut. Für spezielle Fragestellungen ist ein Oberarztrufdienst für die ITS eingerichtet. Für Anästhesien außerhalb der Regelarbeitszeit ist ein diensthabender Arzt im Hause sowie ein weiterer Oberarzt der Klinik in Rufbereitschaft. Es ist jederzeit die Kontaktaufnahme (z. B. für Verlegungen) mit dem diensthabenden Arzt der ITS möglich.

Weiterbildung

Weiterbildungsbefugnisse:

  • Chefarzt Dr. med. Mathias Sprenger verfügt über die Weiterbildungsermächtigung der Landesärztekammer Brandenburg zum Facharzt Anästhesiologie (5 Jahre) sowie für die Zusatzbezeichung Intensivmedizin (2 Jahre)
  • Oberarzt Dr. Martin Hochstatter verfügt über die Weiterbildungsbefugnis Notfallmedizin (0,5 Jahre)

Weiterbildungsveranstaltungen:
Einmal pro Monat findet am Montagmorgen eine Weiterbildung statt. Darüber hinaus veranstaltet die Klinik regelmäßig eine anästhesiologisch/intensivmedizinische sowie rettungsmedizinische Weiterbildung. Beide Veranstaltungen sind von der LÄK Brandenburg mit jeweils 2 Punkten zertifiziert.

Weiterbildung zur Erlangung der Zusatzbezeichnung anästhesiologische Intensivmedizin:
Die Weiterbildungszeit beträgt 24 Monate. Ist im Rahmen der Weiterbildung zum Facharzt Anästhesiologie ein Jahr der Weiterbildungszeit auf einer Intensivtherapiestation mit der Möglichkeit zur Erlangung der Zusatzbezeichnung anästhesiologische Intensivtherapie abgeleistet worden (wie z. B. an unserer Klinik), reduziert sich die Weiterbildungszeit auf ein Jahr.

Die Station umfasst 18 Bettplätze und vertritt die gesamte interdisziplinäre Erwachsenenintensivmedizin des Klinikums. Die apparative Ausstattung der Station (Beatmunggeräte Hamilton C-3, C-6, Philips MP70 Überwachungsmonitorsystem) als auch die räumlichen Voraussetzungen (moderne tageslichtdurchflute Neubauintensivstation) sind sehr modern. Neben dieser „Basisinfrastruktur“ stehen ihnen an weiteren erforderlichen technischen Einrichtungen (Auswahl) zur Verfügung:

Transösophageale/transthorakale Echokardiographie, transportables Sonographiegerät zur zentralen Kanülierung/Regionalanästhesie, invasives erweitertes Kreislaufmonitoring (u.a. Picco - Monitoring), Systeme zur Messung des intrakraniellen Druckes, EEG/AEP/SEP-Monitoring, „Point of care“–Analysesysteme für Blutgasuntersuchungen und Gerinnungsdiagnostik (Rotem), Hypothermiegeräte zur leitliniengerechten Behandlung nach Kreislaufstillstand, Geräte zur maschinellen Autotransfusion, Herzunterstützungssystem Impella (in Zusammenarbeit der Inneren Klinik I/Kardiologie) und Fiberbronchoskope zur Diagnostik/fiberoptischen Intubation.

Es kommen pro Jahr etwa 1.100 Patienten aller Fachabteilungen zur Aufnahme. Der Anteil polytraumatisierter Patienten ist durch den am Haus stationierten und von unserer Klinik notärztlich betriebenen Rettungshubschrauber hoch. Es werden Patienten mit Organversagen jeglicher Genese sowie aller Schweregrade mittels modernster Therapieverfahren behandelt.

Die Fachaufsicht durch versierte Ober- und Fachärzte ermöglicht ein Lernen vom „Leichten zum Schweren“ sowie eine gründliche Einarbeitung in die intensivmedizinischen Techniken. Die Ärzte der Intensivstation bilden den Reanimationsdienst des Klinikums (bis auf die Kinder- und Jugendmedizin). Durch die Anbindung eines der beiden Notarzt-Einsatzfahrzeuge sowie des Rettungshubschraubers an die Intensivstation finden Sie bei uns eine ideale Verbindung zwischen präklinischer und innerklinischer Notfallbehandlung. Der Personaleinsatz auf der Station erfolgt über den Tag zeitlich abgestuft, sodass tagsüber bis zu 5 Ärzte parallel zusammen mit den fachlich äußerst versierten Pflegekräften ein schlagkräftiges Team bilden.

Weiterbildung zur Erlangung der Zusatzbezeichnung Notfallmedizin:
Durch die am Klinikum Brandenburg stationierten arztbesetzten Rettungsmittel erfolgt die notärztliche Versorgung des Stadtgebietes, der Eingemeindungen und eines Teils des Landkreises Potsdam-Mittelmark. Der Einsatz des Rettungshubschraubers erstreckt sich über einen Radius von 70 Kilometer. Die notärztliche Leistung wird in einem hochengagierten Umfeld mit hoher fachlicher Kompetenz erbracht. Der Notarztdienst versteht sich als vorgelagerter, intensivmedizinischer Arm der Klinik. Die notfallmedizinische Ausstattung nicht nur der arztbesetzten Rettungsmittel ist auf hohem Niveau und weitgehend standardisiert.

Für die wichtigsten notfallmedizinischen Zustandsbilder existieren schriftliche, in enger Absprache mit den klinischen Weiterbehandlern entstandene Behandlungsrichtlinien.

Die Weiterbildungszeit für die Zusatzbezeichnung Notfallmedizin beträgt ein halbes Jahr und erfolgt im Rahmen der Weiterbildung zum Facharzt Anästhesie (m/w). Sie beginnt nach 24-monatiger klinischer Tätigkeit in der Klinik für Anästhesie und Intensivtherapie. Die erforderlichen Weiterbildungsinhalte werden sowohl im Anästhesiebereich als auch auf der Intensivstation vermittelt. Durch erfahrene notärztliche Kollegen wird das richtige Herangehen an die Notfallsituation vermittelt. Eine Hospitation auf dem Notarzteinsatzfahrzeug ist auch über die 50 geforderten Einsätze hinaus jederzeit möglich. Die Regionalleitstelle für die Stadt Brandenburg an der Havel und die Landkreise Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming befindet sich in der Hauptfeuer- und Rettungswache der Stadt Brandenburg. Durch die Teilnahme an der Notrufannahme und Disposition kann Verständnis für das Gesamtsystem eines modernen Rettungsdienstes erworben werden. In der monatlichen zusammen mit dem nichtärztlichen Rettungspersonal stattfindenden notfallmedizinischen Fortbildungsreihe werden theoretische Kenntnisse vermittelt und vertieft.

Facharztausbildung

Wir bieten Ihnen die Möglichkeit einer vollständigen Ausbildung zum Facharzt Anästhesiologie (m/w).

Nach Aufnahme ihrer Facharztausbildung bei uns sind Sie zunächst einem erfahrenen Facharzt/Oberarzt (ihrem „Mentor“) zur Seite gestellt. Mit Ihrem Mentor werden Sie Schritt für Schritt mit den fachlichen und apparativen Grundlagen moderner Narkoseführung vertraut gemacht. Er dient Ihnen als erster Ansprechpartner bei allen möglichen fachlichen und nichtfachlichen Fragestellungen. Parallel werden sie in einem strukturierten Unterweisungskonzept wie alle neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums anhand der gesetzlichen Vorschriften in die medizintechnischen Geräte eingewiesen und erfahren weitere Unterweisungen unter anderem in Brandschutz, Arbeitssicherheit und der Transfusionsmedizin. Sie bekommen das Logbuch zur Facharztausbildung der LÄK Brandenburg ausgehändigt.

Wir verfolgen das Konzept der Zuordnung der operativen Fächer zu besonders erfahrenen Fach- und Oberärzten. Somit haben Sie neben dem Chefarzt der Klinik und „Ihrem“ Mentor immer einen fachbezogen benannten kompetenten Ansprechpartner an Ihrer Seite.

Darüberhinaus wurden für eine Vielzahl anästhesiologischer Verfahren und Abläufe Standards entwickelt, die Ihnen als SOP zur Verfügung stehen und ein wichtiges Instrument der Ausbildung und insbesondere der Qualitätssicherung darstellen. Wir messen zum Beispiel die Qualität unserer perioperativen Schmerztherapie mit Hilfe einer eigenen Datenbank, die regelmäßige eigene Auswertungen erlaubt.

Wir können Ihnen durch das weiterbildungsfreundliche Umfeld, durch die fachlich umfassende Struktur der Gesamtklinik sowie die Organisation der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin eine Weiterbildungsgarantie für die Facharztausbildung geben.

Ein Beispiel der Ausbildungsabschnitte zum Facharzt für Anästhesiologie finden Sie hier:

Notfallmedizinisches Fortbildungsprogramm

Für den Bereich Rettungsdienst der Stadt Brandenburg an der Havel wird ein Notfallmedizinisches Fortbildungsprogramm angeboten. Die Anerkennung der Fortbildungsveranstaltungen im Rahmen des Fortbildungszertifikates der Landesärztekammer Brandenburg ist beantragt.

P. Regorius (SG Rettungsdienst) und Dr. med. Hochstatter (Ärztl. Leiter Rettungsdienst)

Fortbildungsveranstaltungen

Datum: Mittwoch, 19.09.2018
Beginn: 16.00 Uhr
Ort: Feuer- und Rettungswache, Fontanestr.1, 14770 Brandenburg an der Havel, Schulungsraum neben der Leitstelle
Thema: Verkehrsunfall – Fahrzeug mit alternativem Antrieb
Referent: Herr L. Neubert (Einsatzführungsdienst Berufsfeuerwehr Brandenburg an der Havel)
Anmeldung: nicht erforderlich

Datum: Mittwoch, 17.10.2018
Beginn: 16.00 Uhr
Ort: Feuer- und Rettungswache, Fontanestr.1, 14770 Brandenburg an der Havel, Schulungsraum neben der Leitstelle
Thema: Neurologischer Notfall – ein Fall für den Neurologen oder den Neurochirurgen?
Referenten:
Herr Prof. Dr. med. S. Schreiber (Asklepios Fachklinik für Neurologie)
Herr Prof. Dr. med. Ch. Ewald (Klinik für Neurochirurgie, Klinikum Brandenburg)
Anmeldung: nicht erforderlich


Datum: Mittwoch, 14.11.2018
Beginn: 16.00 Uhr
Ort: Feuer- und Rettungswache, Fontanestr.1, 14770 Brandenburg an der Havel, Schulungsraum neben der Leitstelle
Thema: Vergiftungen – präklinische Behandlung
Referent: Herr H. Geche (Klinik für Klinik für Anästhesie und Intensivtherapie, Klinikum Brandenburg)
Anmeldung: nicht erforderlich


Datum: Mittwoch, 12.12.2018
Beginn: 16.00 Uhr
Ort: Feuer- und Rettungswache, Fontanestr.1, 14770 Brandenburg an der Havel, Schulungsraum neben der Leitstelle
Thema: Der demente Patient im Rettungsdienst
Referent: Frau S. Hochstatter (Qualitätsmanagement, Klinikum Brandenburg)
Anmeldung: nicht erforderlich