Internationaler Weltnichtrauchertag 2010 im Städtischen Klinikum Brandenburg

Seit 1987 ist der 31. Mai Internationaler Welt-Nichtrauchertag. Von der WHO ausgerufen, steht er jedes Jahr unter einem anderen Motto.

Wie schon in den Jahren zuvor, fand auch dieses Mal im Städtischen Klinikum Brandenburg eine Aktion zu diesem Internationalen Tag statt. Unter dem Motto: „Wir haben ein Herz für Raucher“ waren alle Mitarbeiter, Patienten und Besucher eingeladen, die Stände in der Magistrale vor der Rettungsstelle zu besuchen. Und es lohnte sich, denn neben Informationen, Fragespiel, Kosmetik und Fitnesstest lag für jeden Besucher - egal ob Raucher oder Nichtraucher - ein Stück Obst bereit.

Infostand zum Weltnichtrauchertag 2010 im Städtischen Klinikum BrandenburgWer als Raucher zum Infostand kam, konnte den Gehalt von Kohlenmonoxid in seiner Ausatemluft bestimmen lassen. Damit bot sich eine gute Gelegenheit mit den Menschen über ihrer Rauchgewohnheiten ins Gespräch zu kommen und ohne den moralischen Zeigefinger zu heben, über Strategien auf den Weg zur Rauchfreiheit zu reden.

Die Pathologie des Klinikums hatte das Präparat einer Raucherlunge als Anschauungsobjekt zur Verfügung gestellt, das allgemeines Interesse hervorrief. Aber, wie aus Studien belegt, haben solche Abschreckbeispiele kaum Auswirkungen auf die Ausstiegsmotivation eines Rauchers.

Wesentlicher scheint die eigenen Erfahrung von Krankheit in Zusammenhang mit Rauchen zu sein. Auch aus diesem Grund ist das Städtische Klinikum Brandenburg Mitglied im Netzwerk Rauchfreier Gesundheitseinrichtungen: Patienten und Mitarbeitern soll die Möglichkeit geboten werden, einen Ausstieg aus der Nikotinabhängigkeit zu finden. Dazu werden im Klinikum Krankenschwester und Ärzte zu Rauchentwöhnungsberatern ausgebildet und bei Bedarf kostenlos Nikotinersatzmittel angeboten. Denn inzwischen hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass Rauchen eine behandlungsbedürftige Abhängigkeitserkrankung ist, die mit Freiwilligkeit oft nicht mehr viel zu tun hat.

Ist der Entschluss, mit dem Rauchen aufzuhören erst einmal gefasst, müssen viele Gewohnheiten verändert werden. Wesentlich dabei sind die Bereiche Bewegung und Ernährung. Deshalb konnte auf dem Fahrradergometer jeder seinen Wohlfühlpuls unter Belastung bestimmen. Unter dem Motto: „Laufen ohne zu schnaufen“ wurde davon reger Gebrauch gemacht.

Karikatur zur Suchtproblematik Rauchen / Weltnichtrauchertag 2010 im Städtischen Klinikum BrandenburgDie Schüler der Physiotherapie hatten sich zudem ein Fragespiel mit dem Lösungswort „Rauchen ist ungesund“ ausgedacht, das man einfach lösen konnte, wenn man die Informationstafeln durchgelesen hatte. Zu gewinnen gab es Regenschirme, Schlüsselanhänger, Schreibwerkzeug und vieles mehr.

Viele langjährige Raucherinnen haben sie Erfahrung gemacht, dass Rauchen eine negativen Einfluss auf das Aussehen ihrer Haut hat. Deshalb hatten gerade diese Frauen die Gelegenheit, sich durch erfahrenen Kosmetikerinnen beraten zulassen. Eine einmalige Gelegenheit, die auch von Nichtraucherinnen rege nachgefragt wurde.

Dass man das Leben und damit auch das Rauchen und das Nichtrauchen mit Humor nehmen kann, zeigten die nebenher laufenden Kurzfilme und Comics, die sowohl Raucher als auch Nichtraucher, militanten Rauchergegner und vehemente Rauchbefürworter auf die Schippe nahmen. Es gab bei allem Ernst des Themas also auch etwas zu lachen.

Viele Hände und Köpfe haben an diesem Tag zusammengewirkt, um im Klinikum zu zeigen: Wir haben ein Herz für Raucher und lassen unsere rauchenden Patienten und Mitarbeiter nicht im Ragen stehen.

Hier der Artikel aus dem Preussenspiegel:

Weltnichtrauchertag im Städtischen Klinikum BrandenburgHier der Artikel aus dem Preussenspiegel: Hier der Artikel aus dem Preussenspiegel:

 

 

 

 

 

 

 

Hier einige Eindrücke:

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