Allgemeine Gynäkologie und Gynäkologische Onkologie
Im Bereich der allgemeinen Gynäkologie werden alle operativen Standard- und Spezialeingriffe durchgeführt. Insbesondere bei organerhaltenden Eingriffen an den inneren Geschlechtsorganen (Gebärmutter, Eierstöcke und Eileiter) werden Verfahren der sogenannten „minimal invasiven Chirurgie“ angewandt. Durch diese endoskopischen Techniken (Bauchspiegelung, Gebärmutterspiegelung) gelingt, es operative Eingriffe ohne großen Bauchschnitt durchzuführen. Die Vorteile dieser Methode liegen vor allem in der geringeren Belastung der Patientinnen und des damit verbundenen kürzeren stationären Aufenthaltes.
Operative Eingriffe bei bösartigen Erkrankungen der weiblichen Brust haben vorrangig die Erhaltung des Organs unter Entfernung des erkrankten Teils der Brustdrüse zum Ziel. Dies gelingt durchschnittlich bei etwa 70 % der betroffenen Frauen. In all den Fällen, in denen jedoch eine komplette Entfernung der Brustdrüse unumgänglich ist, kann ein gleichzeitiger oder späterer Wiederaufbau der Brust erfolgen. Über die verschiedenen operativen Möglichkeiten werden die Patientinnen vor Beginn der Operation in ausführlichen Gesprächen informiert und damit in die Entscheidung über das zu wählende operative Verfahren einbezogen.
Bei bösartigen Erkrankungen der weiblichen Genitalorgane werden stadiengerecht alle erforderlichen (radikalen) Operationsverfahren durchgeführt. Besonderes Augenmerk wird hierbei, insbesondere bei fortgeschritteneren Stadien, auf den Erhalt der normalen Funktion von Enddarm und Harnblase gelegt. Entsprechende operative Eingriffe erfolgen im Bedarfsfall interdisziplinär mit Chirurgen und Urologen.